Das war die JavaLand 2019

Die 6. JavaLand fand vom 19. – 21. März 2019 im Phantasialand in Brühl statt. Wir, das sind mein Kollege Dirk Mahler und ich, waren diesmal als Schulungspartner mit unserem Workshop „Lasst uns einen Monolithen (z)erlegen!“ dabei. Das Thema hat einen Schmerzpunkt getroffen – in kürzester Zeit war der Workshop ausgebucht.

Unseren Teilnehmern zeigten wir anhand eines realen, in Java implementierten E-Commerce-Systems, wie es gelingt, einen unstrukturierten Monolithen zielsicher und risikoarm zu einem strukturierten Modulithen zu refaktorisieren und anschließend Fachlichkeiten als eigenständige Microservices bereitzustellen. Dabei deckten wir interaktiv typische Probleme auf und zeigten Lösungsansätze und deren Anwendbarkeit. Die zahlreichen Herausforderungen, die es auf diesem Weg zu meistern gilt, und die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten sorgten für angeregten Austausch während des Workshops.

Wir waren bereits an beiden Konferenztagen vor dem Schulungstag vor Ort. Die Location, das Phantasialand in Brühl bei Köln, kombinierte wieder auf einzigartige Art und Weise den Konferenzalltag mit zahlreichen Fahrgeschäften und Communityveranstaltungen. Über 2.000 Teilnehmer sorgten stets für gut gefüllte Räume und, besonders wichtig bei einer Konferenz, für viele interessante Gespräche zu aktuellen Themen.

Das Konferenzprogramm offerierte eine breite Palette an Themen. Angefangen bei Container-Technologien, Cloud- und Infrastrukturthemen bis hin zur Softwarearchitektur und der Analyse von Softwareanwendungen gab es für jeden Geschmack etwas Passendes. Besonders auffällig war dabei das vielfältige Angebot an Vorträgen über die Modernisierung und fachliche Zerlegung von Monolithen – Themen, die wir auch mit unserem Workshop bedienen konnten. Als Beispiel seien hier der Vortrag von Carola Lilienthal „Von modularen Architekturen zu Microservices“ sowie der Vortrag „Applying (D)DDD and CQ(R)S to Cloud Architectures“ von Benjamin Nothdurft genannt. In diesen stellten die Vortragenden Erfahrungen und Tipps, aber auch praktische Umsetzungen vor, um einen unstrukturierten Monolithen fit für die Zukunft zu machen. Die zahlreichen Diskussionen nach den Vorträgen zeigten, dass ein hohes Interesse daran besteht, aus der „Big Ball of Mud“-Hölle auszubrechen und Anwendungen besser zu strukturieren.

Allen, die ähnliche Schmerzpunkte in eigenen Projekten kennen und wissen möchten, wie Softwaresysteme strukturiert zerlegt werden können und welche Fallstricke existieren, empfehlen wir unseren 2-Tages-Workshop „Lasst uns einen Monolithen (z)erlegen!“. Inhalte, Termine und Preise finden Sie auf der Seite zum Workshop.

JavaLand 2018 – unsere Highlights


Das JavaLand ist doch immer für eine Überraschung gut. Warum auch nicht mal nach dem Motto „Hier gibt es Content noch vor der Keynote“?! Und so begann für Stephan und Dirk der erste Konferenztag mit ihrem Vortrag „Wir schlachten einen Monolithen!“ (Slides als PDF), für den es mehr Interessenten als Plätze gab. Also, kurzfristige Verlegung und volles Haus! Die beiden skizzierten recht anschaulich, welche Treiber das Herauslösen von Microservices rechtfertigen, welche Rahmenbedingungen zu beachten sind und welche Hürden sich bei klassischen Java-Enterprise-Anwendungen möglicherweise in den Weg stellen. Schade nur, dass der Raum für eine angeregte Diskussion im Anschluss durch die notwendige Wanderroute zur Keynote beschnitten wurde.

Danach gab es viel Zeit für Vorträge an zwei vollgepackten Konferenztagen. Wir waren natürlich hocherfreut zu sehen, dass Markus Harrer in seinem Vortrag „Mit Datenanalysen Probleme in der Entwicklung aufzeigen“ mit jQAssistant arbeitet. Das sich Hotspots in gewachsenen Anwendungen damit zielführend aufzeigen lassen, sehen wir genauso 😉

Neben einer ganzen Menge Technik, Frameworks und Architekturthemen fanden sich auch zahlreiche Vorträge zu eher „soften“ Themen im Programm wieder. Exemplarisch seien hierfür die beiden Sessions „Kollegen und Chefs von neuen Technologien überzeugen“ (Henning Schwentner) sowie insbesondere „The forgotten art of mentoring“ (Timothée Bourguignon) genannt. Es ist schön zu sehen, dass derartige Themen Platz in einer Technologiekonferenz finden und vom Publikum sehr gut angenommen werden!

Alles in allem eine runde Sache, der auch der Regen am ersten Tag keinen Abbruch tun konnte. Was wir mitnehmen, sind viele interessante Anregungen aus zahlreichen Gesprächen. Die Java-Community funktioniert ganz offensichtlich noch – und trifft sich einmal jährlich in geballter Form im Phantasialand. Bis nächstes Jahr also!

Das JavaLand 2018 fand vom 13. bis 15. März im Phantasialand Brühl statt.

JUG Saxony Camp 2017 – Wir waren dabei.

Am 31. März 2017 fand das erste JUG Saxony Camp im NIEPER-Bau der HTWK Leipzig statt. Die IT-Konferenz für Studenten wurde vom JUG Saxony e.V. und der HTWK Leipzig ins Leben gerufen und in Kooperation mit der GI Regionalgruppe Leipzig organisiert. Wir waren als Aussteller vor Ort und verbrachten einen sehr informativen und unterhaltsamen Tag mit IT-Studenten aus Leipzig, Dresden, Chemnitz und Merseburg.

Bereits der Blick auf das Programm versprach einen spannenden und abwechslungsreichen Konferenztag: In den Workshops am Vormittag widmeten sich bekannte Trainer – Julia Dellnitz (Learnical GbR), Michael Hunger (Neo Technology) und Oliver Gierke (Pivotal) – den Themen „Agile Softwareentwicklung“, „Graphendatenbanken“ und „Webapplikationen mit Spring Boot“. Unser BA-Student, Jonas Witzgall, war mit uns am Start und besuchte Julias Workshop „Lieber Agil“, aus dem er viel Neues für sein Studium und sein Projekt bei uns mitgenommen hat.

Anschließend öffnete der Networking-Bereich. An unserem Stand konnten sich die Teilnehmer über uns und unsere Karriere-Angebote informieren. Wir durften viele interessante Studentinnen und Studenten kennenlernen. Auch freuten wir uns, bekannte Gesichter – Studenten der TU Dresden – wiederzusehen.

Nach der Mittagspause eröffnete Prof. Mario Hladwitschka (Prodekan der Fakultät Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften der HTWK Leipzig) das Vortragsprogramm. Erfahrene Referenten und auch Studenten der HTWK selbst sprachen über aktuelle und spannende Themen aus deren Projekten, u.a.: „Caching-Verfahren für Java Enterprise Anwendungen“, „Enterprise Spark“ und „Kotlin in Practice“. Zum Abschluss des JUG Saxony Camps erwartete uns ein äußerst spannender Vortrag über die Panama Papers mit Michael Hunger. Er zeigte, wie es dank Neo4j gelang, einen der größten Leaks zu untersuchen.

Das Programm war nun vorbei – wir gingen in den gemütlichen Teil der Konferenz – dem Get Together – über. Und welcher Ort ist am besten geeignet, eine Konferenz für Studenten ausklingen zu lassen? Natürlich ein Studenten-Club. So trafen wir uns im HfTL-Club „Stecker“, um das sehr gelungene 1. JUG Saxony Camp gebührend abzuschließen.

Kurz: Uns hat es jede Menge Spaß gemacht, haben viele tolle und motivierte Studenten kennen gelernt. Vielen Dank an alle Teilnehmer, Referenten, Mitaussteller und Organisatoren. Wir kommen gerne wieder.

Zitat von Jonas, unseres Studenten der Wirtschaftsinformatik an der BA Dresden:

Ich habe an diesem Tag neue Kontakte knüpfen und gute Anregungen für die Umsetzung meiner Projekte bekommen können. Am besten gefallen hat mir vor allem der Workshop zu agiler Softwareentwicklung und die Vielfältigkeit an interessanten Vortragsthemen.


(Alle Fotos © JUG Saxony e.V.)

Alle Fotos zum JUG Saxony Camp 2017 findet ihr unter:
https://leipzig.jugsaxony.camp/das-war-das-jug-saxony-camp-2017/

Die Slides der Vorträge könnt ihr euch hier herunterladen:
https://leipzig.jugsaxony.camp/programm/