Textuelle Beschreibung von Domänenmodellen

Codex Dresdensis
Im Zuge einer Migration des Persistenz-Frameworks kann es sinnvoll sein, sein bestehendes Domänenmodell in einer Programmiersprache-neutralen Modellierungssprache neu zu erfassen. Dieser Weg bietet sich insbesondere dann an, wenn die bestehenden Klassen des Datenmodells keine Geschäftslogik besitzen oder wenn die enthaltene Geschäftslogik so regelmäßig ist, dass sie abstrakt beschrieben werden kann. Der Aufwand, der durch die Nachmodellierung entsteht, amortisiert sich schnell durch die zusätzlich gewonnene Flexibilität und Code-Qualität.

Für die Modellierung von Domänenmodellen ist meist die UML mit ihren Klassenstrukturdiagrammen die erste Wahl. Doch dieser Weg soll hier nicht beschritten werden. Anstelle der umfangreichen UML soll eine eigene domänenspezifische Sprache entwickelt werden, die für den beschriebenen Anwendungsfall optimiert ist. Als technische Grundlage wird das Framework Xtext aus dem openArchitectureWare-Werkzeugkasten genutzt.

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Leipzig.

Nach dem Start der Java User Group Saxony mit vier erfolgreichen Veranstaltungen im vergangenem Jahr in Dresden stand der erste Vortragsabend in Leipzig auf dem Programm. Gut 50 Interessierte folgten dem Aufruf zu einem Abend, der ganz im Zeichen modellbasierter Entwicklung stand. Mit einem Vortrag zur Modellierung statischer Domainmodelle mithilfe von Xtext eröffnete Frank den fachlichen Teil des Abends. Nach einer kurzen Einführung und der Demonstration eines Beispiels wurde auch der Nutzen einer derartigen Modellierung beleuchtet. Dabei diskutierte Frank die aus der eigenen Erfahrung gewonnenen Argumente, welche für ihn Vorteile der textbasierten gegenüber der graphisch orientierten Modellierung erkennen lassen. Letztere vorzustellen, lag dann in den Händen von Robert Wloch (itemis AG). Dieser führte in die Arbeit mit dem Eclipse Graphical Modeling Framework (GMF) ein. Anhand eines kleinen Beispiels wurden alle wesentlichen Schritte auf dem Weg zum generierten, graphischen Modellierungswerkzeug angerissen und erläutert.

Aus Praxissicht war neben den Einblicken in das konzeptionelle Für und Wieder der beiden Modellierungsansätze vor allem der Einblick in den Reifegrad der vorgestellten Werkzeuge von Interesse. Während das GMF auch bei der Vorführung noch einiges an Kinderkrankheiten erkennen ließ, machte der Xtext-Ansatz aus der Sicht des Toolings einen recht soliden Eindruck. Gleichwohl wurde deutlich, dass je nach Anwendungsbereich beide Ansätze ihre Daseinsberechtigung haben.

Kurzum: Ein spannendes Thema, zwei gute Vorträge und ein gelungener Start der Java User Group Saxony in Leipzig!

Fotos des Abends:


Hier können Sie die Vorträge

als PDF herunterladen.

Rückblick berlin.jar 2008

Mehr als 250 Java-Interessierte trafen sich vom 13. bis 14. September 2008 auf dem Campus der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zur ersten Java Konferenz in Berlin. Die Organisatoren rund um Ralph Bergmann haben ein attraktives Programm mit 35 Vorträgen und 6 Workshops zusammengestellt, das mit namhaften Referenten aufwarten konnte. Thematisch wurde ein bunter Mix aus den Bereichen Java Enterprise, SOA, MDA, RCP, Spring, Java Mobile, Ajax präsentiert, so dass jeder der Besucher auf seine Kosten kam.

Leider waren wir erst ab Sonntag Morgen am Start und so konnten wir die Vorträge am Samstag nicht besuchen. 10:00 Uhr ging es für uns mit Tobias’ Vortrag „Integrationsmuster am Beispiel von Apache Camel“ los. So einfach kann Systemintegration sein! Thematisch ging es nahtlos mit dem Vortrag „Paradigmenhochzeit: Felix und ServiceMix in trauter Zweisamkeit vereint“ weiter. Dirk regte darin seine Zuhörer an, über das Potential von OSGi für verteilte Anwendungen nachzudenken. Zum Schluss sprach Frank in seinem Konferenzbeitrag „Modellierung statischer Domänenmodelle mit Xtext“ im kleinen aber interessierten Kreis über die Modellierung der Zukunft.

Die Konferenz, begleitet von einer kleinen Ausstellung, hat Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren und der Speaker Lust auf mehr gemacht. Ein herzliches Dankeschön noch einmal den Organisatoren der Java User Group Berlin-Brandenburg. Wir hoffen auf eine 2. Auflage im nächsten Jahr!

Tobias Israel: Integrationsmuster am Beispiel von Apache Camel Dirk Mahler: Paradigmenhochzeit: Felix und ServiceMix in trauter Zweisamkeit vereint Frank Schwarz: Modellierung statischer Domänenmodelle mit Xtext

buschmais unterwegs:
mit drei Architekturvorträgen zur berlin.jar

Am 13. und 14. September findet die erste Java Konferenz in Berlin auf dem Campus der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin statt. Mehr als 15 namhafte Referenten bieten über zwei Tage mit über 20 Fachvorträgen rund um das Thema Java ein attraktives Programm. Wir freuen uns, dass wir mit drei Fachvorträgen an der Premiere in Berlin mitwirken dürfen.
Im Einzelnen werden wir am Sonntag, den 14. September zu folgenden Themen referieren:

  • Integrationsmuster am Beispiel von Apache Camel
    (Tobias Israel)
  • Paradigmenhochzeit: Felix und ServiceMix in trauter Zweisamkeit vereint
    (Dirk Mahler)
  • Modellierung statischer Domänenmodelle mit Xtext
    (Frank Schwarz)

Wir freuen uns auf interessante Gespräche mit den Teilnehmern, Ausstellern und Referenten.

Erfahren Sie mehr über die Inhalte unserer Vorträge auf unserer Terminseite.