Rückblick berlin.jar 2008

Mehr als 250 Java-Interessierte trafen sich vom 13. bis 14. September 2008 auf dem Campus der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zur ersten Java Konferenz in Berlin. Die Organisatoren rund um Ralph Bergmann haben ein attraktives Programm mit 35 Vorträgen und 6 Workshops zusammengestellt, das mit namhaften Referenten aufwarten konnte. Thematisch wurde ein bunter Mix aus den Bereichen Java Enterprise, SOA, MDA, RCP, Spring, Java Mobile, Ajax präsentiert, so dass jeder der Besucher auf seine Kosten kam.

Leider waren wir erst ab Sonntag Morgen am Start und so konnten wir die Vorträge am Samstag nicht besuchen. 10:00 Uhr ging es für uns mit Tobias’ Vortrag „Integrationsmuster am Beispiel von Apache Camel“ los. So einfach kann Systemintegration sein! Thematisch ging es nahtlos mit dem Vortrag „Paradigmenhochzeit: Felix und ServiceMix in trauter Zweisamkeit vereint“ weiter. Dirk regte darin seine Zuhörer an, über das Potential von OSGi für verteilte Anwendungen nachzudenken. Zum Schluss sprach Frank in seinem Konferenzbeitrag „Modellierung statischer Domänenmodelle mit Xtext“ im kleinen aber interessierten Kreis über die Modellierung der Zukunft.

Die Konferenz, begleitet von einer kleinen Ausstellung, hat Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren und der Speaker Lust auf mehr gemacht. Ein herzliches Dankeschön noch einmal den Organisatoren der Java User Group Berlin-Brandenburg. Wir hoffen auf eine 2. Auflage im nächsten Jahr!

Tobias Israel: Integrationsmuster am Beispiel von Apache Camel Dirk Mahler: Paradigmenhochzeit: Felix und ServiceMix in trauter Zweisamkeit vereint Frank Schwarz: Modellierung statischer Domänenmodelle mit Xtext

JDO-JPA-Migrationsstrategien

Wäre dieser Artikel vor fünf Jahren entstanden, dann wäre die Migrationsrichtung der meisten Projekte sicherlich diese: Weg vom reinen JDBC oder weg von Container-Managed-Persistence hin zu JDO. Im Jahre 2003 erscheint mit JDO 1.0.1 ein Jahr nach der Verabschiedung von JDO 1.0 das erste kleinere Update der Spezifikation, welches auf Jahre hin die Basis einer Hand voll kommerzieller O/R-Mapper-Implementierungen bildet. JDO war damals aus architektonischer Sicht, wenn auch manchmal leicht polarisierend, die erste Wahl für die Persistenzstrategie einer Java-Enterprise-Anwendung. Im Vertrauen auf den Standard wurde eine JDO-Implementierung auch gerne anderen kommerziellen, aber nicht-standard-konformen O/R-Mapping-Frameworks vorgezogen. Heute, im Jahr 2008 sieht die Situation anders aus: Auch wenn JDO 2.0 die heute fortschrittlichste O/R-Mapping-Spezifikation für Java darstellt, kann das Interesse an ihr kaum geringer sein. Neue Projekte, die JDO den Vorzug geben, gibt es faktisch nicht mehr und in bestehenden Projekten ist ein gewisser Migrationsdruck weg von JDO zu verspüren. Wie eine solche Migration möglichst reibungslos vonstatten gehen kann, versucht dieser Artikel im Folgenden aufzuzeigen.
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buschmais unterwegs:
mit drei Architekturvorträgen zur berlin.jar

Am 13. und 14. September findet die erste Java Konferenz in Berlin auf dem Campus der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin statt. Mehr als 15 namhafte Referenten bieten über zwei Tage mit über 20 Fachvorträgen rund um das Thema Java ein attraktives Programm. Wir freuen uns, dass wir mit drei Fachvorträgen an der Premiere in Berlin mitwirken dürfen.
Im Einzelnen werden wir am Sonntag, den 14. September zu folgenden Themen referieren:

  • Integrationsmuster am Beispiel von Apache Camel
    (Tobias Israel)
  • Paradigmenhochzeit: Felix und ServiceMix in trauter Zweisamkeit vereint
    (Dirk Mahler)
  • Modellierung statischer Domänenmodelle mit Xtext
    (Frank Schwarz)

Wir freuen uns auf interessante Gespräche mit den Teilnehmern, Ausstellern und Referenten.

Erfahren Sie mehr über die Inhalte unserer Vorträge auf unserer Terminseite.

Inszenierte Transparenz

Werden heute Java-Enterprise-Anwendungen entworfen, so muss als eine der ersten Entscheidungen die Art der Persistenz geklärt werden. Diese Frage bezieht sich dabei weniger auf den Datenspeicher – ein relationales Datenbanksystem kann stillschweigend vorausgesetzt werden – sondern auf den Umgang mit den Daten. Für den Architekten ergeben sich zwei grundlegende Marschrichtungen: Fasst er die Daten der Anwendung als grobgranulare, wenig vernetzte Dateneinheiten auf, so wird er zu einem tabellengetriebenen Ansatz tendieren und vorrangig Entwurfsmuster einsetzen, die dem relationalen Aggregatzustand der Daten geschuldet sind, so beispielsweise Row/Record Sets, Page Iterators oder Data Access Objects. Sieht der Architekt hingegen die Daten der Anwendung als feingranulare, stark vernetzte Entitäten an, so ist er mit einem objektorientierten Ansatz besser beraten. Da die Daten trotz objektorientierter Sichtweise in einer relationalen Datenbank landen, gilt es hier eine Brücke zwischen beiden Welten zu schlagen. Der Unterschied, oft verharmlosend als Impedanz-Unterschied bezeichnet, ist jedoch wohl bekannt und technisch beherrschbar [1].
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Transmission Impossible? Java5 Enumerationen und IIOP

Im September 2006 wird in der Java-to-IDL Revision Task Force Mailing List der Erweiterungsvorschlag für das Mapping von Java5-Enumerationstypen eingereicht [1]. Diesem Vorschlag wird ein Jahr später stattgegeben [2]. Die Java Language Specification für Java5 erscheint jedoch bereits 2005 – und das fast ein Jahr nach der ersten offiziellen Version von Java5 [3][4]. Erste Prototypen von Java5 standen der Allgemeinheit wahrscheinlich noch viel früher zur Verfügung. Damit vergingen mindestens drei Jahre seit der Verfügbarkeit der nativen Enumerationstypen in Java5 und deren Mapping auf CORBAs Interface Definition Language. Diese Verzögerung wirkt noch heute für all diejenigen nach, die den Versuch wagen, Java5 Enumerationsliterale über IIOP zu übertragen. Wie dies dennoch mit Java5-Bordmitteln möglich ist, beschreibt der Artikel im Folgenden.

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