Eine Reise zur DEVOXX UK 2017

In diesem Jahr haben wir – das buschmais-Entwicklerteam – wieder eine tolle Java-Entwickler-Community-Konferenz außerhalb Deutschlands besuchen können: die Devoxx UK in London. Bevor jedoch die zweitägige Konferenz startete, nutzten wir den Tag zuvor, um uns die Stadt London anzusehen. Auf der kurzen Liste der Sehenswürdigkeiten standen das Natural History Museum, der Sky Garden und natürlich der Buckingham Palace. Für einen kurzen Abstecher zum berühmten Gleis 9 3/4 hatten wir auch noch Zeit – jedoch führte das Gleis nirgends hin…

Die Konferenz fand vom 11. – 12. Mai 2017 im beeindruckenden Business Design Centre im Nord-Osten Londons statt. Hier ein paar Stimmen der buschmais Kollegen zur Konferenz:

Ich fand die Konferenz in diesem Jahr wieder sehr informativ. Es ist gut, zu hören, wovon die Java-Community außerhalb Deutschlands spricht. Natürlich durfte Mark Reinhold nicht fehlen, der von der wohl wichtigsten Neuerung in Java 9 berichtet hat: der Modularisierung des JDKs. Aber es gab noch andere spannende Session-übergreifende Themen: darunter waren u. a. Reactive Programming und Voice Recognition für Amazons Eco Dot. Und natürlich geht auch die Java-Community in die Cloud. Was mich nicht so begeistert hat, war die zur Konferenz zugehörige App. Auch hätte ich mir einen ausgedruckten Flyer mit allen Tracks, parallel dargestellt, gewünscht. – (Falko Krische-Dedek)

Die Devoxx UK 2017 hat wirklich Spaß gemacht. Die Sessions waren durchgehend sehr informativ und boten oft auch einiges an Unterhaltung.
Insbesondere die Präsentation “Reactive Spring” von Josh Long und die Blind Ignites am Ende des ersten Konferenztages haben mir das eine oder andere Schmunzeln entlockt. Mit dem Track “Mind the Geek” hat die Devoxx etwas Neues ausprobiert – und das mit Erfolg. Newcomer-Speaker haben hier mit etwas anderen Themen wie “Playing games with AI and machine learning” oder “Programming your body with chip implants” frischen Wind in die Veranstaltung gebracht. Einen Minuspunkt gibt es lediglich bei den Vortragsräumen, diese waren größtenteils klein und aus den hinteren Reihen war es oft schwer, die Folien zu erkennen. (Michael Ruttka)

Schön war es mal wieder auf der Devoxx, diesmal in UK. Das Programm wirkte gut ausbalanciert und in den sechs parallelen Sessions war für jeden etwas dabei. Dennoch schien mir das Thema Machine Learning / AI den meisten Interessenszuwachs in der Entwicklergemeinde zu haben. Alles in allem eine gelungene Konferenz, bei der man viele neue Ideen und Eindrücke mitnehmen konnte – und selbstverständlich auch das eine oder andere Pint bei der Abendveranstaltung. (Peter Süttner)

Ein paar Fotos zum Trip nach London und zur DEVOXX UK 2017:

Buchrezension: Gradle – Ein kompakter Einstieg in modernes Build-Management

Cover: Gradle – Ein kompakter Einstieg in modernes Build-Management

Joachim Baumann
Gradle
Ein kompakter Einstieg in modernes Build-Management

dpunkt.verlag
260 Seiten
€ 32,90
ISBN 978-3-86490-049-5

Das auf einer Groovy-DSL aufsetzende Build-System Gradle vereint laut Aussage des Herstellers die Flexibilität von Ant mit dem Abhängigkeitsmanagement und den Konventionen von Maven. Obwohl es sich als weiterer Evolutionsschritt beider “alter” Build-Systeme versteht, möchte es doch nicht in Konkurrenz dazu gesehen werden. Verstärkte Aufmerksamkeit hat das relativ junge Gradle (Version 1.0 wurde im Sommer 2012 veröffentlicht, aktuell gibt es Version 1.10) erhalten, als Google es im Frühjahr 2013 auf der Google I/O zu dem neuen Build-System für sein mobiles Betriebssystem Android gekürt hat.

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buschmais Trainingswoche

jQAssistantWebreportsAlle aktuellen Projekte für eine Woche geparkt, im buschmais Büro werden Tische und Stühle zusammengerückt, Getränke in den Kühlschrank und los gehts: Trainingswoche@buschmais. Abseits vom Alltagsgeschäft stehen nun neue Technologien und Konzepte im Mittelpunkt. Thema diesmal: “Grafische Visualisierung für HTML mit JavaScript” – wir bauen ein Webfrontend für jQAssistant.

Die Anforderungen waren schnell formuliert: In Zukunft soll jQAssistant dem Nutzer die Möglichkeit bieten, sich individuelle Metriken als Abfragen zu definieren und die Ergebnisse in Form einer TreeMap im Browser darzustellen.

Für unsere Realisierung haben es zwei Frameworks in die engere Wahl geschafft: Das JavaScript InfoVis Toolkit, kurz JIT, und das Data-Driven Dokuments Framework, kurz D3.js. Beides sind weit verbreitete JavaScript-Bibliotheken zur Visualisierung von konkreten Daten. Um zu ergründen, was hinter den markig daherkommenden Projektwebseiten steckt, arbeiteten wir in Teams, so dass wir beide Frameworks parallel integrieren und testen konnten. Die Entscheidung für D3.js und gegen JIT fiel erst am letzten Tag. Bis dahin hatten wir beide Frameworks als gleichwertig betrachtet, mit ein paar Stärken in einem und auch Schwächen in dem anderen Framework. Der letztendliche Entscheidungsfaktor war dann jedoch die “Unbestimmtheit der Datenmenge” die der Nutzer den Frameworks zukommen lassen kann. Hier stießen wir aufgrund der rekursiven Implementierung der Render-Funktion auf Probleme im JIT. Diese Rekursion brachte ab einer Datenmenge von ca. 5000 Datensätzen den Browser dazu, die Verarbeitung abzubrechen.

Die Kommunikation des Browsers mit dem jQAssistent-, oder genauer gesagt dem Neo4J-Server, überlassen wir einem weiteren, weit verbreiteten JavaScript-Framework: AngularJS. Auch wenn die Einarbeitung in das Framework und der Umgang mit diesem anfangs recht schwierig, wenn nicht sogar müßig erschien (stellenweise fragten wir uns: “Warum eigentlich AngularJS und nicht pures JavaScript?”), hat es am Ende doch seine Stärken gezeigt. Mal abgesehen von der sauberen Trennung zwischen Model, View und Controller – was uns eine gute Parallelisierung der Arbeit ermöglichte – sind auch die gut abstrahierten AJAX-Calls ein großer Gewinn gewesen.

Als Resümee der Trainingswoche können wir sagen: Es hat Spaß gemacht! Wir haben mal wieder einen Blick über den Tellerrand geworfen und jQAssistant darf sich in Zukunft mit dem neuen Webfrontend schmücken. Wir sind schon gespannt welche Themen beim nächsten mal auf der Tagesordnung stehen.

Anschaulich zusammengefasst: Diagramm-Bibliotheken für Android

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Download Erschienen in Java aktuell (Ausgabe 03/2013)

Android ChartingInternet, Kommunikation, Unterhaltung – wofür man bis vor ein paar Jahren noch einen Desktop-PC oder Laptop benötigte, kann man heute in einer Hand halten und mit der anderen bedienen. E-Mails lesen auf dem Smartphone und surfen im Internet oder chatten auf dem Tablet sind keine futuristischen Anwendungsfälle mehr. Eine Vielzahl von Apps stehen dafür bereit.

Anders als im Consumer-Bereich sind professionelle Anwendungen rar gesät. Warum überwachen Administratoren nicht mobil ihre Serverlandschaft, prüfen Sales-Manager nicht die Verkaufszahlen der letzten Tage oder sehen Fußballtrainer nicht den aktuellen Trainingsstand ein?

Damit diese Anwendungsfälle realisiert werden können, benötigt man Bibliotheken zur visuellen Aufbereitung von Daten. Derartige Bibliotheken sollen im Folgenden für Android unter die Lupe genommen werden.

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