Eindrücke von der GeeCON 2016 in Kraków

Die GeeCON fand vom 11. – 13. Mai 2016 im Multikino in Kraków statt. Der Name der Konferenz weckt schnell Assoziationen zu “Geek” und das ist offensichtlich auch so beabsichtigt: sie richtet sich an Entwickler, die mit Technologien basierend auf der Java Virtual Machine arbeiten, und neuen Ansätzen bzw. Entwicklungen aufgeschlossen gegenüberstehen. Damit bietet sie ein sehr gutes Umfeld für einen Vortrag über jQAssistant, welcher auch seinen Weg in die offizielle Agenda fand und mir die Möglichkeit gab, das Werkzeug einem sehr interessierten Publikum zu präsentieren. Offensichtlich fiel das Thema auf fruchtbaren Boden: am Ende der Präsentation gab es so viele Fragen und Diskussionen, dass es nur unter Schwierigkeiten möglich war, das Notebook einzupacken, um Platz für den nächsten Sprecher zu schaffen.

Aufgrund zeitlicher Restriktionen konnte ich leider nur an einem von drei Konferenztagen teilnehmen, so dass die Möglichkeiten, sich andere Vorträge anzusehen, beschränkt waren. Hervorheben möchte ich jedoch gern “Scaling microservices at Gilt” von Adrian Trenaman. Er schilderte basierend auf mehrjährigen Erfahrungen sehr deutlich und in klaren Worten die Motivation hinter der Migration hin zu einer Microservice-basierten Architektur, den nicht ganz geradlinigen Weg dahin sowie die aufgetretenen Probleme und notwendigen Transformationen in der Organisationsstruktur und konnte dies insbesondere auch mit nachvollziehbaren Metriken untermauern.

Interessant war im Übrigen die Wahl des Veranstaltungsortes für die Konferenz: es handelte sich um ein Multiplex-Kino mit großen Platzkapazitäten (die trotzdem leider für einige Vorträge nicht ausreichend waren) und hervorragende Technik – ich habe meine Slides bzw. die Entwicklungsumgebung noch nie in dieser Größe und Auflösung gesehen! Auch andere Sprecher zeigten sich entsprechend beeindruckt.

Abschließend soll ein herzlicher Dank an das Organisationsteam gehen, das Programm war vielseitig und die Stimmung unter den Teilnehmern sehr gut. Kurzum: ich komme gern wieder!

Slides zum Vortrag:
“jQAssistant – Verify Your Design And Architecture” (PDF, 1MB)

Fotos zur GeeCON 2016:

Mit jQAssistant in Wien

Vorträge auf Konferenzen und in User Groups erfüllen zwei wichtige Rollen: Zuallererst geht es natürlich darum, das eigene Thema dem anwesenden Fachpublikum zu präsentieren. Fast interessanter ist es jedoch, mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen: man erhält unmittelbares Feedback zum präsentierten Ansatz und muss sich teils messerscharfen Nachfragen und Kritiken stellen, die widerum dabei helfen, den eigenen Ansatz zu validieren und die eigenen Argumente zu schärfen.

Das Konferenzjahr 2016 wurde mit einem Ausflug nach Wien eröffnet. Dort ergaben sich gleich zwei Möglichkeiten für den Kontakt mit dem Publikum: Am Abend des 18. Januar präsentierte ich jQAssistant im Rahmen eines gemeinsamen Meetups der Enterprise Java Group Wien und der Graph Database Austria vor einer Zuhörerschaft, die sich vorwiegend aus Architekten und Entwicklern zusammensetzte. Wir verbrachten zwei sehr intensive Stunden mit Präsentation, Demonstration und Diskussionen, die vor der eindrucksvollen Kulisse der Wiener Hofburg wie im Fluge vergingen.

An den folgenden beiden Tagen fanden in Wien die Software Quality Days 2016 statt. Oliver Fischer (E-Post Development GmbH) und ich waren mit unserem Vortrag “Clean Structures – Kommunikation von Architektur- und Designregeln” Teil des offiziellen Vortragsprogrammes. Inhaltlich beschäftigt sich dieser mit den Frage, warum die Definition und die Durchsetzung von Strukturierungsregeln auf verschiedenen Ebenen in größeren Projekten unabdingbar ist, woran Ansätze wie Peer-To-Peer-Kommunikation oder Wikis scheitern und wie jQAssistant Lösungsmöglichkeiten durch ausführbare Entwickler-Dokumentation sowie unmittelbares und vor allem verständliches Feedback bei Regelverletzungen liefern kann. Die Diskussionen im Anschluß zeugten von einer sehr positiven Rezeption unserer Ideen. In persönlichen Gesprächen danach konnten wir sehr spannende Anregungen aufgreifen. Komplettiert wurde der positive Eindruck durch zahlreiche weitere interessante Vorträge im Konferenzprogramm. Fazit? Die Reise nach Wien lohnte sich auch abseits seiner Sehenswürdigkeiten und Kaffeehäuser!

Slides zum Vortrag:
“Clean Structures – Kommunikation und Durchsetzung von Architektur- und Designregeln” (PDF, 1 MB)

Das JavaLand 2015 im Rückblick

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr stand bei mir Ende März die zweite Auflage der Konferenz auf der Agenda. Der auf den ersten Blick ungewöhnliche Veranstaltungsort – das Phantasialand Brühl – stellte dabei einen passenden Rahmen für die einerseits ernsthafte Auseindersetzung mit dem Themen aus dem Java-Universum dar, vermittelte aber eben auch jenen Spaßfaktor, welcher der Community Leben einhaucht. Leider habe ich es aber auch in diesem Jahr nicht geschafft, eine Runde auf der Achterbahn (“Black Mamba”) zu drehen…

Der Grund hierfür lag schlicht und einfach darin, dass eine Konferenz eben mehr ist, als nur ein Vortragsprogramm abzuarbeiten: Leute treffen, Ideen austauschen, Feedback geben bzw. einsammeln, Kontakte austauschen und dabei das eine oder andere alkoholfreie bzw. -haltige Erfrischungsgetränk zu sich zu nehmen. Da kann es auch schon passieren, dass die Vorbereitung der Beispiele für den eigenen Talk kurzerhand auf Mitternacht verschoben werden muss. Mein Vortrag “Yes We Scan – Softwareanalysen mit jQAssistant” (Folien als PDF, präsentierte Besipiele folgen) war zu meiner Freude sehr gut besucht und es ergaben sich im Nachhinein – trotz des kurz bevorstehenden Konferenzendes – sehr fruchtbare Diskussionen, beispielsweise über die geeignete Visualisierung von Strukturen. Allein dafür hat sich die Reise gelohnt!

Darüberhinaus gab es natürlich eine Menge anderer spannender Talks. Der allgegenwärtigen IoT-Welle konnte ich noch einigermaßen ausweichen und mich eher auf Qualitätsaspekte konzentrieren. Ich möchte an dieser Stelle den Vortrag “Abhängigkeiten managen with degraph” von Jens Schauder besonders herausheben: Einerseits trifft das von ihm präsentierte Thema natürlich einen besonders empfindlichen Nerv bei mir, andererseits war es aber die Form des Vortrags, die ich als sehr praxisnah und äußerst anschaulich empfunden habe: Der Vergleich einer Code-Basis mit der Organisation von Socken in Kleiderschränken oder die Benennung von Abhängigkeitsmustern als “Wäscheleinen” ist sehr bildhaft und eingängig!

Negativ getrübt wurde der Eindruck im JavaLand durch diverse technische Probleme mit Mikrofonen und den fehlenden WiFi-Zugang – obwohl bei näherer Betrachtung letzteres vielleicht sogar eine positive Auswirkung auf die Kommunikation der Teilnehmer gezeigt haben könnte.

Alles in allem war das JavaLand 2015 eine überaus gelungene und lohnenswerte Veranstaltung, die mich mit vielen Eindrücken und Ideen nach Hause entlassen hat – der Termin im nächsten Jahr (08.03. – 10.03.2016) ist im Kalender bereits blockiert.

Graph-basierte Software-Analyse mit jQAssistant

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Qualitätssicherung in der Software-Entwicklung ist seit Jahren ein Thema, mit dem es problemlos möglich ist, Zeitschriften, Bücher und Konferenzen inhaltlich zu füllen. Die Ansatzpunkte sind äußerst vielfältig – sie reichen von der Prozessorganisation über Teststrategien, technische Infrastrukturen bis hin zu vermeintlich trivialen Dingen wie der Formatierung des Quellcodes. In diesem Artikel möchte ich einen Aspekt beleuchten, der sich auf der Ebene statischer Code-Analysen abspielt: die Festlegung und Überwachung projektspezifischer Architektur- und Design-Regeln.

 

Verfallene Strukturen

Verfallene Strukturen

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Java Forum Stuttgart 2014 – Eine kleine Nachlese

Der Besucher einer Konferenz wird immer wieder auf’s Neue mit der gleichen Herausforderung konfrontiert: Welche Vorträge möchte ich besuchen, anhand welcher Kriterien wähle ich sie aus? Suche ich nach neuen Technologien und Ansätzen, verbunden mit der leisen Hoffnung, dass ich sie in absehbarer Zeit in meinem Arbeitsumfeld anwenden kann? Oder widme ich mich eher mir bereits bekannten Themen und lasse mich in meinen Einstellungen bestätigen oder widerlegen?

Java Forum Stuttgart

Es ist gut, wenn eine Veranstaltung die Möglichkeit bietet, beide Ansprüche zu befriedigen und darüber hinaus den Rahmen dafür schafft, mit alten oder neuen Bekannten ins Gespräch zu kommen – und das war trotz oder vielleicht auch wegen des vermeldeten Besucherrekords beim Java Forum Stuttgart 2014 wieder einmal der Fall.


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