Mit jQAssistant in Wien

Vorträge auf Konferenzen und in User Groups erfüllen zwei wichtige Rollen: Zuallererst geht es natürlich darum, das eigene Thema dem anwesenden Fachpublikum zu präsentieren. Fast interessanter ist es jedoch, mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen: man erhält unmittelbares Feedback zum präsentierten Ansatz und muss sich teils messerscharfen Nachfragen und Kritiken stellen, die widerum dabei helfen, den eigenen Ansatz zu validieren und die eigenen Argumente zu schärfen.

Das Konferenzjahr 2016 wurde mit einem Ausflug nach Wien eröffnet. Dort ergaben sich gleich zwei Möglichkeiten für den Kontakt mit dem Publikum: Am Abend des 18. Januar präsentierte ich jQAssistant im Rahmen eines gemeinsamen Meetups der Enterprise Java Group Wien und der Graph Database Austria vor einer Zuhörerschaft, die sich vorwiegend aus Architekten und Entwicklern zusammensetzte. Wir verbrachten zwei sehr intensive Stunden mit Präsentation, Demonstration und Diskussionen, die vor der eindrucksvollen Kulisse der Wiener Hofburg wie im Fluge vergingen.

An den folgenden beiden Tagen fanden in Wien die Software Quality Days 2016 statt. Oliver Fischer (E-Post Development GmbH) und ich waren mit unserem Vortrag “Clean Structures – Kommunikation von Architektur- und Designregeln” Teil des offiziellen Vortragsprogrammes. Inhaltlich beschäftigt sich dieser mit den Frage, warum die Definition und die Durchsetzung von Strukturierungsregeln auf verschiedenen Ebenen in größeren Projekten unabdingbar ist, woran Ansätze wie Peer-To-Peer-Kommunikation oder Wikis scheitern und wie jQAssistant Lösungsmöglichkeiten durch ausführbare Entwickler-Dokumentation sowie unmittelbares und vor allem verständliches Feedback bei Regelverletzungen liefern kann. Die Diskussionen im Anschluß zeugten von einer sehr positiven Rezeption unserer Ideen. In persönlichen Gesprächen danach konnten wir sehr spannende Anregungen aufgreifen. Komplettiert wurde der positive Eindruck durch zahlreiche weitere interessante Vorträge im Konferenzprogramm. Fazit? Die Reise nach Wien lohnte sich auch abseits seiner Sehenswürdigkeiten und Kaffeehäuser!

Slides zum Vortrag:
“Clean Structures – Kommunikation und Durchsetzung von Architektur- und Designregeln” (PDF, 1 MB)

Das JavaLand 2015 im Rückblick

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr stand bei mir Ende März die zweite Auflage der Konferenz auf der Agenda. Der auf den ersten Blick ungewöhnliche Veranstaltungsort – das Phantasialand Brühl – stellte dabei einen passenden Rahmen für die einerseits ernsthafte Auseindersetzung mit dem Themen aus dem Java-Universum dar, vermittelte aber eben auch jenen Spaßfaktor, welcher der Community Leben einhaucht. Leider habe ich es aber auch in diesem Jahr nicht geschafft, eine Runde auf der Achterbahn (“Black Mamba”) zu drehen…

Der Grund hierfür lag schlicht und einfach darin, dass eine Konferenz eben mehr ist, als nur ein Vortragsprogramm abzuarbeiten: Leute treffen, Ideen austauschen, Feedback geben bzw. einsammeln, Kontakte austauschen und dabei das eine oder andere alkoholfreie bzw. -haltige Erfrischungsgetränk zu sich zu nehmen. Da kann es auch schon passieren, dass die Vorbereitung der Beispiele für den eigenen Talk kurzerhand auf Mitternacht verschoben werden muss. Mein Vortrag “Yes We Scan – Softwareanalysen mit jQAssistant” (Folien als PDF, präsentierte Besipiele folgen) war zu meiner Freude sehr gut besucht und es ergaben sich im Nachhinein – trotz des kurz bevorstehenden Konferenzendes – sehr fruchtbare Diskussionen, beispielsweise über die geeignete Visualisierung von Strukturen. Allein dafür hat sich die Reise gelohnt!

Darüberhinaus gab es natürlich eine Menge anderer spannender Talks. Der allgegenwärtigen IoT-Welle konnte ich noch einigermaßen ausweichen und mich eher auf Qualitätsaspekte konzentrieren. Ich möchte an dieser Stelle den Vortrag “Abhängigkeiten managen with degraph” von Jens Schauder besonders herausheben: Einerseits trifft das von ihm präsentierte Thema natürlich einen besonders empfindlichen Nerv bei mir, andererseits war es aber die Form des Vortrags, die ich als sehr praxisnah und äußerst anschaulich empfunden habe: Der Vergleich einer Code-Basis mit der Organisation von Socken in Kleiderschränken oder die Benennung von Abhängigkeitsmustern als “Wäscheleinen” ist sehr bildhaft und eingängig!

Negativ getrübt wurde der Eindruck im JavaLand durch diverse technische Probleme mit Mikrofonen und den fehlenden WiFi-Zugang – obwohl bei näherer Betrachtung letzteres vielleicht sogar eine positive Auswirkung auf die Kommunikation der Teilnehmer gezeigt haben könnte.

Alles in allem war das JavaLand 2015 eine überaus gelungene und lohnenswerte Veranstaltung, die mich mit vielen Eindrücken und Ideen nach Hause entlassen hat – der Termin im nächsten Jahr (08.03. – 10.03.2016) ist im Kalender bereits blockiert.

Graph-basierte Software-Analyse mit jQAssistant

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Qualitätssicherung in der Software-Entwicklung ist seit Jahren ein Thema, mit dem es problemlos möglich ist, Zeitschriften, Bücher und Konferenzen inhaltlich zu füllen. Die Ansatzpunkte sind äußerst vielfältig – sie reichen von der Prozessorganisation über Teststrategien, technische Infrastrukturen bis hin zu vermeintlich trivialen Dingen wie der Formatierung des Quellcodes. In diesem Artikel möchte ich einen Aspekt beleuchten, der sich auf der Ebene statischer Code-Analysen abspielt: die Festlegung und Überwachung projektspezifischer Architektur- und Design-Regeln.

 

Verfallene Strukturen

Verfallene Strukturen

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Java Forum Stuttgart 2014 – Eine kleine Nachlese

Der Besucher einer Konferenz wird immer wieder auf’s Neue mit der gleichen Herausforderung konfrontiert: Welche Vorträge möchte ich besuchen, anhand welcher Kriterien wähle ich sie aus? Suche ich nach neuen Technologien und Ansätzen, verbunden mit der leisen Hoffnung, dass ich sie in absehbarer Zeit in meinem Arbeitsumfeld anwenden kann? Oder widme ich mich eher mir bereits bekannten Themen und lasse mich in meinen Einstellungen bestätigen oder widerlegen?

Java Forum Stuttgart

Es ist gut, wenn eine Veranstaltung die Möglichkeit bietet, beide Ansprüche zu befriedigen und darüber hinaus den Rahmen dafür schafft, mit alten oder neuen Bekannten ins Gespräch zu kommen – und das war trotz oder vielleicht auch wegen des vermeldeten Besucherrekords beim Java Forum Stuttgart 2014 wieder einmal der Fall.


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JavaLand 2014

Eine Java-Konferenz im Vergnügungspark – ist das ernst gemeint? Das war die erste Frage, die sich mir stellte, als ich das erste Mal von “JavaLand” hörte und ich konnte die Skepsis bis zu meiner Ankunft im Phantasialand Brühl nicht wirklich ablegen. Ich wurde schnell eines Besseren belehrt: Nicht zuletzt dieser Umstand trug dazu bei, eine sehr entspannte Atmosphäre zu erzeugen. Mein persönliches Fazit ist daher: Zwei sehr fruchtbare Tage voller persönlicher Gespräche mit Gleichgesinnten in der Sonne vor Wasserspielen und interessanten Vorträgen in mystischer oder theatraler Atmosphäre – gehalten von einem spannenden Mix aus “alten Bekannten” der Szene und (noch) unbekannten Gesichtern.

Eine ganz persönliche Note ergab sich für mich bei der Präsentation des Themas “Qualitätssicherung mittels graph-basierter Softwareanalyse” und dem dahinterliegenden Projekt jQAssistant. Die Zutaten neben meinen Slides, Beispielen und einer kleinen Prise Nervosität: Ein sehr gut gefüllter Raum, ein aufmerksames Publikum, das mich trotz Überziehung der mir zur Verfügung stehenden Zeit zum Weitermachen animierte, und eine emotionale Diskussionen direkt im Anschluss – eine tolle Erfahrung!

Auf diesem Wege vielen Dank an die Organisatoren – also an die Java-Community – die dieses Event möglich gemacht haben. Ich komme im nächsten Jahr gern wieder – ins JavaLand!

Meine Slides als PDF: Qualitätssicherung mittels graph-basierter Softwareanalyse (PDF; 3,1 MB)

Copyright iJUG e.V. Mit freundlicher Genehmigung des Interessenverbundes der Java User Groups e.V.

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