Das JavaLand 2015 im Rückblick

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr stand bei mir Ende März die zweite Auflage der Konferenz auf der Agenda. Der auf den ersten Blick ungewöhnliche Veranstaltungsort – das Phantasialand Brühl – stellte dabei einen passenden Rahmen für die einerseits ernsthafte Auseindersetzung mit dem Themen aus dem Java-Universum dar, vermittelte aber eben auch jenen Spaßfaktor, welcher der Community Leben einhaucht. Leider habe ich es aber auch in diesem Jahr nicht geschafft, eine Runde auf der Achterbahn (“Black Mamba”) zu drehen…

Der Grund hierfür lag schlicht und einfach darin, dass eine Konferenz eben mehr ist, als nur ein Vortragsprogramm abzuarbeiten: Leute treffen, Ideen austauschen, Feedback geben bzw. einsammeln, Kontakte austauschen und dabei das eine oder andere alkoholfreie bzw. -haltige Erfrischungsgetränk zu sich zu nehmen. Da kann es auch schon passieren, dass die Vorbereitung der Beispiele für den eigenen Talk kurzerhand auf Mitternacht verschoben werden muss. Mein Vortrag “Yes We Scan – Softwareanalysen mit jQAssistant” (Folien als PDF, präsentierte Besipiele folgen) war zu meiner Freude sehr gut besucht und es ergaben sich im Nachhinein – trotz des kurz bevorstehenden Konferenzendes – sehr fruchtbare Diskussionen, beispielsweise über die geeignete Visualisierung von Strukturen. Allein dafür hat sich die Reise gelohnt!

Darüberhinaus gab es natürlich eine Menge anderer spannender Talks. Der allgegenwärtigen IoT-Welle konnte ich noch einigermaßen ausweichen und mich eher auf Qualitätsaspekte konzentrieren. Ich möchte an dieser Stelle den Vortrag “Abhängigkeiten managen with degraph” von Jens Schauder besonders herausheben: Einerseits trifft das von ihm präsentierte Thema natürlich einen besonders empfindlichen Nerv bei mir, andererseits war es aber die Form des Vortrags, die ich als sehr praxisnah und äußerst anschaulich empfunden habe: Der Vergleich einer Code-Basis mit der Organisation von Socken in Kleiderschränken oder die Benennung von Abhängigkeitsmustern als “Wäscheleinen” ist sehr bildhaft und eingängig!

Negativ getrübt wurde der Eindruck im JavaLand durch diverse technische Probleme mit Mikrofonen und den fehlenden WiFi-Zugang – obwohl bei näherer Betrachtung letzteres vielleicht sogar eine positive Auswirkung auf die Kommunikation der Teilnehmer gezeigt haben könnte.

Alles in allem war das JavaLand 2015 eine überaus gelungene und lohnenswerte Veranstaltung, die mich mit vielen Eindrücken und Ideen nach Hause entlassen hat – der Termin im nächsten Jahr (08.03. – 10.03.2016) ist im Kalender bereits blockiert.

Graph-basierte Software-Analyse mit jQAssistant

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Qualitätssicherung in der Software-Entwicklung ist seit Jahren ein Thema, mit dem es problemlos möglich ist, Zeitschriften, Bücher und Konferenzen inhaltlich zu füllen. Die Ansatzpunkte sind äußerst vielfältig – sie reichen von der Prozessorganisation über Teststrategien, technische Infrastrukturen bis hin zu vermeintlich trivialen Dingen wie der Formatierung des Quellcodes. In diesem Artikel möchte ich einen Aspekt beleuchten, der sich auf der Ebene statischer Code-Analysen abspielt: die Festlegung und Überwachung projektspezifischer Architektur- und Design-Regeln.

 

Verfallene Strukturen

Verfallene Strukturen

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Java Forum Stuttgart 2014 – Eine kleine Nachlese

Der Besucher einer Konferenz wird immer wieder auf’s Neue mit der gleichen Herausforderung konfrontiert: Welche Vorträge möchte ich besuchen, anhand welcher Kriterien wähle ich sie aus? Suche ich nach neuen Technologien und Ansätzen, verbunden mit der leisen Hoffnung, dass ich sie in absehbarer Zeit in meinem Arbeitsumfeld anwenden kann? Oder widme ich mich eher mir bereits bekannten Themen und lasse mich in meinen Einstellungen bestätigen oder widerlegen?

Java Forum Stuttgart

Es ist gut, wenn eine Veranstaltung die Möglichkeit bietet, beide Ansprüche zu befriedigen und darüber hinaus den Rahmen dafür schafft, mit alten oder neuen Bekannten ins Gespräch zu kommen – und das war trotz oder vielleicht auch wegen des vermeldeten Besucherrekords beim Java Forum Stuttgart 2014 wieder einmal der Fall.


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JavaLand 2014

Eine Java-Konferenz im Vergnügungspark – ist das ernst gemeint? Das war die erste Frage, die sich mir stellte, als ich das erste Mal von “JavaLand” hörte und ich konnte die Skepsis bis zu meiner Ankunft im Phantasialand Brühl nicht wirklich ablegen. Ich wurde schnell eines Besseren belehrt: Nicht zuletzt dieser Umstand trug dazu bei, eine sehr entspannte Atmosphäre zu erzeugen. Mein persönliches Fazit ist daher: Zwei sehr fruchtbare Tage voller persönlicher Gespräche mit Gleichgesinnten in der Sonne vor Wasserspielen und interessanten Vorträgen in mystischer oder theatraler Atmosphäre – gehalten von einem spannenden Mix aus “alten Bekannten” der Szene und (noch) unbekannten Gesichtern.

Eine ganz persönliche Note ergab sich für mich bei der Präsentation des Themas “Qualitätssicherung mittels graph-basierter Softwareanalyse” und dem dahinterliegenden Projekt jQAssistant. Die Zutaten neben meinen Slides, Beispielen und einer kleinen Prise Nervosität: Ein sehr gut gefüllter Raum, ein aufmerksames Publikum, das mich trotz Überziehung der mir zur Verfügung stehenden Zeit zum Weitermachen animierte, und eine emotionale Diskussionen direkt im Anschluss – eine tolle Erfahrung!

Auf diesem Wege vielen Dank an die Organisatoren – also an die Java-Community – die dieses Event möglich gemacht haben. Ich komme im nächsten Jahr gern wieder – ins JavaLand!

Meine Slides als PDF: Qualitätssicherung mittels graph-basierter Softwareanalyse (PDF; 3,1 MB)

Copyright iJUG e.V. Mit freundlicher Genehmigung des Interessenverbundes der Java User Groups e.V.

Contexts und Dependency Injection –
die grundlegenden Konzepte

Die Voraussetzung zur Nutzung von Contexts und Dependency Injection (DI/CDI) ist die Verwendung eines entsprechenden Containers. Dies kann ein vollständig Java-EE-6-kompatibler Application-Server sein (etwa JBoss AS 7.x), für kleinere Ansprüche stehen JBoss Weld (Referenz-Implementierung) und Apache OpenWebBeans als Stand-Alone-Bibliotheken zur Verfügung. In der mehrteiligen Artikelreihe werden die zu lösenden Probleme und angebotenen Lösungskonzepte näher erläutert.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier:
Download Java aktuell, Ausgabe 2/2014, S. 51 – 56

Dieser Artikel stellt den zweiten von drei Teilen zum Thema Contexts und Dependency Injection dar. Als Einstieg in den Artikel empfiehlt sich der Beitrag „Contexts und Dependency Injection – der lange Weg zum Standard“ aus der letzten Ausgabe. Die nächste Ausgabe wird sich mit der Verwendung von Events, Interceptoren und Delegates beschäftigen.

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