Archiv für Januar 2009

Buchrezension:
Systemarchitekturen für verteilte Anwendungen

J. Dunkel, A. Eberhart, S. Fischer, C. Kleiner, A. Koschel
Systemarchitekturen für verteilte Anwendungen
Client-Server, Multi-Tier, SOA, Event-Driven Architecture, P2P, Grid, Web 2.0

303 Seiten. FlexCover
€ 34,90
ISBN 978-3-446-41321-4

Die technischen Anforderungen, die an IT-Systeme der heutigen Zeit gestellt werden, sind enorm. Insbesondere der Aspekt der Verteilung ist ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil bei deren Planung und Entwicklung. Auch ist die Fülle der hier verfügbaren Ansätze überaus beeindruckend. Muss der System-Architekt im Einzelfall eine Wahl treffen, so entwickelt sich die Vielfalt schneller zum Fluch, als einem lieb sein kann.

Das Ziel, dabei eine gewisse Orientierung zu geben, haben sich die Autoren Jürgen Dunkel, Andreas Eberhart, Stefan Fischer, Carsten Kleiner und Arne Koschel bei der Vorlage ihres Werks „Systemarchitekturen für verteilte Anwendungen“ auf die Fahne geschrieben. Frei nach dem Motto des Klappentextes „Gut verteilt ist halb gewonnen…“ findet man auf 292 Seiten all das, was heutzutage State-of-the-Art in Sachen verteilter Systemarchitekturen ist. Das Spektrum der vorgestellten Konzepte spannt sich von den Grundprinzipien der Client-Server-Architektur über Multi-Tier-Systeme, SOA, Event-Driven-Architecture, Peer-to-Peer, Grid-Computing bis hin zu Web 2.0 auf. Fast nichts bleibt unerwähnt und sei es die inzwischen eher als antiquiert zu bezeichnende Kommunikation zweier Anwendungen mithilfe von Sockets. Gewürzt wird das ganze mit einigen Praxisberichten, die einen Eindruck davon vermitteln sollen, wie durch den geeigneten Einsatz der vorgestellten Modelle am Ende des Projektes doch noch alles gut werden kann.

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Leipzig.

Nach dem Start der Java User Group Saxony mit vier erfolgreichen Veranstaltungen im vergangenem Jahr in Dresden stand der erste Vortragsabend in Leipzig auf dem Programm. Gut 50 Interessierte folgten dem Aufruf zu einem Abend, der ganz im Zeichen modellbasierter Entwicklung stand. Mit einem Vortrag zur Modellierung statischer Domainmodelle mithilfe von Xtext eröffnete Frank den fachlichen Teil des Abends. Nach einer kurzen Einführung und der Demonstration eines Beispiels wurde auch der Nutzen einer derartigen Modellierung beleuchtet. Dabei diskutierte Frank die aus der eigenen Erfahrung gewonnenen Argumente, welche für ihn Vorteile der textbasierten gegenüber der graphisch orientierten Modellierung erkennen lassen. Letztere vorzustellen, lag dann in den Händen von Robert Wloch (itemis AG). Dieser führte in die Arbeit mit dem Eclipse Graphical Modeling Framework (GMF) ein. Anhand eines kleinen Beispiels wurden alle wesentlichen Schritte auf dem Weg zum generierten, graphischen Modellierungswerkzeug angerissen und erläutert.

Aus Praxissicht war neben den Einblicken in das konzeptionelle Für und Wieder der beiden Modellierungsansätze vor allem der Einblick in den Reifegrad der vorgestellten Werkzeuge von Interesse. Während das GMF auch bei der Vorführung noch einiges an Kinderkrankheiten erkennen ließ, machte der Xtext-Ansatz aus der Sicht des Toolings einen recht soliden Eindruck. Gleichwohl wurde deutlich, dass je nach Anwendungsbereich beide Ansätze ihre Daseinsberechtigung haben.

Kurzum: Ein spannendes Thema, zwei gute Vorträge und ein gelungener Start der Java User Group Saxony in Leipzig!

Fotos des Abends:

Hier können Sie die Vorträge

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